Recht-Infos

Öffentliche Bestellung und Vereidigung

Der Begriff „Sachverständige” oder „Gutachter” ist gesetzlich nicht geschützt. Daher können sich Personen zum Sachverständigen „selbst ernennen”. Die Qualifikation dieses Personenkreises ist von keiner staatlichen Stelle überprüft worden.

Nach §36 der Gewerbeordnung können die Industrie- und Handelskammern Sachverständige für bestimmte Fachgebiete öffentlich bestellen und vereidigen. Die Regelvoraussetzung für eine Bestellung ist bei Kfz.-Sachverständigen:

  • ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium der Ingenieurwissenschaften, nachgewiesenes Praxiswissen
  • eine Überprüfung der Sachkunde durch die IHK
  • eine Überprüfung der persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Sachverständigen

Vom Sachverständigen werden außerdem ständige Weiterbildungsnachweise verlangt.

Neben der Vereidigung durch die Industrie- und Handelskammer gibt es auch eine Vereidigung durch die Handwerkskammern. Hier handelt es sich um Sachverständige, die handwerkliche Leistungen überprüfen.

Der Sachverständige ist verpflichtet, die Vereidigungsstelle und die Fachgebiete auf seinen schriftlichen Unterlagen anzugeben.